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„Leichte“ Namen bewirken höhere Glaubwürdigkeit!

Ich lese gerade das durchaus spannende Buch „Schnelles Denken, langsames Denken“ von Daniel Kahnemann, immerhin Nobelpreisträger von 2002 für Wirtschaft.

Das Ergebnis einer von ihm zitierten Untersuchung war, dass Investoren glauben, Aktien mit flüssigen Namen wie z.B. „Comet“ würfen höhere Renditen ab als solche mit sperrigen Bezeichnungen wie „Ypsomed“. Die psychologische Begründung ist, dass auf all unsere Entscheidungen einerseits die Intuition („System 1“), andererseits das bewusste logische Denken („System 2“) einwirken. Das Einschalten des Systems 2 ist für uns anstrengend, deshalb überlassen wir viele Entscheidungen dem System 1. Vielfach ist dies auch richtig, aber manchmal führt uns das auch in die Irre.

Zur Beurteilung von zwei Aktien, von zwei Unternehmen oder von zwei Produkten müsste eigentlich das System 2 eingeschaltet werden bzw. System 1 überlagern. Tatsächlich überlagert aber System 1, besonders, wenn wir diese Entscheidung schnell treffen sollen und diese für uns nicht von herausragender Bedeutung erscheint.

Was lernen wir nun im Vertrieb bzw. im Marketing daraus? Die Verwendung phonetisch einfacher Bezeichnungen fördert beim Empfänger der Kommunikation eine positivere Wirkung als komplizierte (Kunst-)Worte oder Abkürzungen.

Ich denke, wir haben schon immer gewusst, dass einfache Worte besser behalten werden, aber dass sie auch eine andere Wirkung haben?

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