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Wenn CRM-Systeme auch von Profis nicht genutzt werden …

Leider muss ich schon wieder ein abschreckendes Beispiel über die Vertriebspraxis von Profis erzählen. Auf einem Vertriebsmanagementkongress in Berlin komme ich in Kontakt mit dem Mitarbeiter eines CRM-Software-Herstellers. Der findet mich in meiner Rolle als Vertriebsberater interessant und avisiert einen nächsten Kontakt.

Es meldet sich dann ein Kollege per Mail. Wir stimmen einen Telefontermin mit genauer Uhrzeit ab. Erst 15 Minuten später ruft der Kollege mich an und entschuldigt sich langatmig mit „Systemabsturz“. Interessiert mich das?

Dann schafft man es, mich negativ zu verblüffen. Mein Gesprächspartner weiß nichts über mich, nichts über das Gespräch in Berlin, nichts über das mögliche Ziel eines Gesprächs. Im eigenen CRM-System sind keine entsprechenden Informationen hinterlegt!

Folglich werde ich mit Standard-Lobeshymnen über das Programm belegt. In einer der wenigen Sprechpausen überrasche ich die Gegenseite mit der Frage, was das System denn nun für mich als Berater interessant machen könnte, was es von anderen unterscheidet. Da kam nach kurzem Verschnaufen nicht viel. Man würde mir jetzt erst einmal ein paar Informationen per Mail schicken. Hmmm, aber ich hab doch schon die Website dafür …

Als mich der Verkäufer dann noch 2x unterbrach, wurde ich unwirsch …

Obwohl ich doch eigentlich heute gute Laune habe … 😉 …

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